Verbandsjugendlager 2009
Landesfischereiverband Südwürttemberg – Hohenzollern e.V.
- Verbandsjugendleitung –
Bericht über das Verbandsjugendlager
vom 21.05.-24.05.2009 in Eriskirch / Bodensee
Das Verbandsjugendlager 2009 des LFV SwH wurde in diesem Jahr vom ASV Eriskirch veranstaltet. 87 Jugendliche und 42 Betreuer aus 13 Vereinen waren aus dem Verbandsgebiet angereist, um 4 abwechslungs- und erlebnisreiche Tage an der Schussen in Eriskirch / Bodensee zu verbringen.
Nach dem Einrichten des Lagerplatzes und dem Aufbau der Vereinszelte erfolgte im großen Versorgungszelt die Begrüßung der Teilnehmer. Verbandsjugendleiter Hermann Gleinser hieß die Jugendleiter mit ihren Jugendgruppen, den Ausrichter ASV Eriskirch mit seinem Vorstand Hubert Göttle und Team herzlich willkommen.
Die Gesamtleitung des Verbandsjugendlagers wurde Wolfgang Vollmer, als stellvertretendem Verbandsjugendleiter übertragen, da er hier über die größte Erfahrung verfügte. Er erinnerte an die Einhaltung und Kontrolle der Lagerarbeitsdienste, und wies die Jugendleiter auf das Alkoholverbot für ihre Schützlinge und die Aufsichtspflicht hin. Außerdem erhielten die Jugendleiter und Betreuer der teilnehmenden Vereine die Aufgabe, ihre Jugendlichen beim abendlichen Angeln zu begleiten.
Eine Pinwand im Versorgungszelt gab zusätzlich Aufschluss darüber und enthielt zahlreiche Infos.
Ein prasselnder Hagelschauer beendete jäh den Donnerstagabend, aber die Jugendlichen hatten bereits etliche Aale und sonstige Fänge in Sicherheit gebracht, jedenfalls waren aus der Richtung des Fischputzplatzes zahlreche „ah`s“ und „oh`s „ auszumachen.
Am Samstag brach zunächst die Brötchenzufuhr zum Frühstück zusammen, nachdem Vorstand Göttle es vorgezogen hatte, zu verschlafen (durch die Vorbereitung des Zeltlagers und einen Feuerwehreinsatz waren die Vortage doch sehr lang). Aber später standen die Disziplinen „Fischerkennung“ – „Casting“ am Vormittag / Nachmittag auf dem Lagerprogramm. Bedingt durch das wechselhafte Wetter musste das vorbereitete Programm kurzfristig umgestellt werden. Die Sonne zeigte schließlich ihr freundliches Gesicht; ideale Voraussetzung für die Disziplin Casting auf dem Zeltplatz. Dabei musste mit der Angelrute beim Pendelwurf, Überkopfwurf, Seitwurf rechts und links, das Kunststoffgewicht möglichst treffsicher auf die Arenberg - Scheibe gesetzt werden. Das Casting wurde von Verbandsjugendleiter Hermann Gleinser erklärt und bewertet.
Die übrigen Disziplinen waren sehr sorgfältig vom Naturschutzreferenten Uli Junghans erarbeitet und zusammengestellt worden. Bei der Disziplin Fischerkennung waren 12 Fischarten zu erkennen, vom Rotauge bis zum Strömer - Schneider. Wer eine Elritze mit Laichausschlag benennen konnte, erhielt einen zusätzlichen Bonus.
Ein fachkundiges Wissen in der Insektenkunde zählt für einen verantwortungsvollen Jungfischer ebenso dazu wie das Benennen der Wasserinsekten oder das Anlanden eines tollen Hechtes. Die schwarze Köcherfliege Steinfliege, Wasserassel oder die Larvenhülle der großen Königslibelle sind hier nur ein kleiner Auszug aus dem Angebot der 12 zu erkennenden Insekten. Dass in den Vereinen gute Jugendarbeit stattfindet, wurde von den Jugendgruppen mit ihrem Fachwissen erneut bewiesen. Aus ihnen sollen sich eines Tages nämlich verantwortungsbewusste erwachsene Vereinsmitglieder heraus kristallisieren, die auch gerne einmal ein Ehrenamt übernehmen und den Verein weiterführen werden, nicht ohne dass sie ihrem Verein einen waidgerechten Umgang mit der Kreatur und der Natur vorleben. Das ist auch das Ziel und gleichzeitig der Lohn der Verbandsjugendleitung des LFV SWHZ, wie man unschwer an den Jugendlagern des Verbandes feststellen kann.
Expräsident Wolfgang Willar war ebenfalls zu Besuch gekommen und verweilte eine geraume Zeit auf dem Verbandsjugendlager.
Vor Beginn der Disziplin Biotopkartierung wurde den Jugendlichen die Vorgehensweise unter Beachtung der pfleglichen Behandlung der Pflanzen erklärt. Der Parcours entlang der Schussen war von Uli Junghans zuvor abgesteckt worden.
Spaghetti Bolognese mit erfrischendem gemischten Salat, vorzüglich zubereitet vom bewährten Küchenteam um Christian Ege, führte zu neuer Motivation.
Nachmittags tauschten dann die Gruppen.
Am Abend bat der stellvertretende Verbandsjugendleiter Wolfgang Vollmer zur Manöverkritik in das Gemeinschaftszelt.
Weil nicht alles an einem Tag geschafft wurde, ist die Biotopkartierung auf den Samstagvormittag / Samstagnachmittag verlegt worden.
Wer nirgends eingeteilt war, durfte am Samstag / und auch am Sonntag relaxed zum Fischen gehen.
Die Biotopkartierung hatte Uli Junghans kompakt zusammengestellt. Sie enthielt eine Gewässergrundkarte, einen Bestimmungsbogen für den Parcours von 30 ausgesuchten Bäumen, Sträuchern und krautigen Pflanzen an einem abgesteckten Teilstück hinter der Fischerhütte des ASV Eriskirch. Außerdem war 1 Bogen für ein zu erstellendes Kartierungsprotokoll – einen Insektenbestimmungsbogen für 12 Insekten, und einen Bewertungsschlüssel ( Anleitung ) zur ökologischen Gewässergütebestimmung beigefüg.
Zur allgemeinen Auflockerung wurde auch ein Casting - Wettbewerb für die Jugendleiter ausgerichtet.
Vorstand Hubert Göttle hatte eine Überraschung in petto. Zum 10. Geburtstag eines Jugendlichen gab es nach dem Ständchen eine Angelrute und eine Einladung zum Geburtstagskarpfenfischen an der Fischerhütte des ASV Eriskirch. Zugleich lud er alle Fußball begeisterten Jugendlichen zum abendlichen Freilichtspiel ein, deswegen wurde sogar extra das Abendessen vorverlegt.
In der Zwischenzeit stattete Harald Dold, Naturschutzbeauftragter des Präsidiums des LFV SWHZ, dem Verbandsjugendlager einen Besuch ab. Auch Frau Karin Nowak als Sekretärin der Geschäftsstelle des LFV-SWHZ kam zu einem kurzen Besuch vorbei.
Später brütete das Team der Verbandsjugendleitung über den Biotopkarierungen und den Auswertungen der 13 Vereine.
Am Abend sollte es sogar noch ein großes gemeinschaftliches Lagerfeuer am Zeltplatz mit Würstchengrillen geben.
Am Sonntag konnten die Jugendlichen noch einmal nach Herzenslust Fischen gehen , danach erfolgte nach dem Frühstück der Abbau des Zeltplatzes, und nach dem Mittagessen fiel der Startschuss für die Siegerehrung.
In der Mannschaftswertung siegte der FV Kiebingen vor dem 2. Sieger, dem SFV Reutlingen und dem ASV Neuravensburg als Drittplazierter.
In der Einzelwertung der Disziplinen Casting, Biotopkartierung und Insektenbestimmung erreichte als bester Jugendlicher Julian Mühl den 1. Platz, Felix Edelmann den 2. Platz und Marian Schirmer den 3. Platz, allesamt vom FV Kiebingen.
Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Sonderpreis für das beste und gleichzeitig einzige Mädchen in der Einzelwertung ausgelobt. Jana Bünger vom SFV Kirchberg / Iller.
Als bester Jugendlicher im Casting erhielt Simon Dussler vom KSFV Biberach einen Pokal. Als bester Jugendleiter / Betreuer im Casting kristallisierte sich Thomas Sukkopp vom FV Schwendi heraus, neben Hermann Gleinser von der Verbandsjugendleitung als Zweitbester und Martin Sauter vom FV Schwendi als Dritter.
Alle Jugendlichen konnten sich aus dem großzügig ausgewählten Preisangebot für ihren persönlichen Anglerbedarf etwas aussuchen.
Verbandsjugendleiter Hermann Gleinser bedankte sich abschließend bei allen Schiedsrichtern und Helfern für ihre Unterstützung, und stellte diese auch namentlich vor: Harri Schröter für Finanzen, Bernhard und Beatrix Scherer für Auswertung und Dokumentation, seinen Stellvertreter Wolfgang Vollmer für die Lagerleitung, Hermann Gleinser für den Bereich Casting und Uli Junghans für die Disziplin Biotopkartierung sowie Insektenbestimmung und Fischerkennung, und die Lagerküche um Christian Ee.
Ein besonderes Dankeschön galt dem Fischereiverein Eriskirch für das Ausrichten des Jugendlagers 2009. Als Dank überreichte er einen Erinnerungsteller für die Fischerhütte. Nun wünschte er allen einen guten Nachhauseweg – bis zum Verbandsjugendlager 2010, voraussichtlich in Obersulmetingen oder irgendwo anders!
Eriskirch, 24. Mai 2009 B. Scherer, Schriftführerin





